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Die vielen Wanderwege helfen Ihnen die faszinierende Insel für sich zu erobern. Vom einfachen Spaziergang durch farbenreiche Gärten bis hin zum wilden Trekking auf den Gipfeln des Bejenado oder Birigoyo. Und, natürlich, nicht zu vergessen die Wanderwege Marcos y Cordero oder die Caldera de Taburiente
Die Insel befindet sich im Nordwesten der Kanaren. Wegen ihrer üppigen Vegetation und ihrer atemberaubend natürlichen Schönheit trägt die Insel die Beinamen: isla bonita (die schöne Insel) und isla verde (die grüne Insel) Die Insel erstreckt sich über 706 Quadratkilometer und sie hat ungefähr 85000 Einwohner die in den 14 Gemeinden der Insel wohnen.
Eine der Hauptattraktionen der Insel sind ihre hohen Berge, im Verhältniss zur kleinen Inseloberfläche. Der höchste Berg, der Roque de los Muchachos, ist 2426m hoch aber auch das übrige zentrale Gebirgsmassiv erreicht eine Höhe von mehr als 2000m.
Die Insel ist 85km von Teneriffa und 1440km vom spanischen Festland entfernt.
Wie die anderen Kanaren und wie die anderen zu Makaronesien gehörenden Inseln ist La Palma vulkanischen Ursprungs. Aber sie ist etwas anderes dank ihrer üppigen Vegetation und ihres Reichtums am Wasser. Tatsächlich findet man auf La Palma die einzigen Bäche und den einzigen Fluss der Kanarischen Inseln.
La Palma ist eine kleine, nur 706 km2 grosse Insel, deren Wirtschaft seit Anbeginn auf verschiedenen für den Export bestimmten Monokulturen basierte. So führten schlechte und ungenügende Ernten für den Eigenbedarf immer wieder zu Hungersnöten und Emigration. Gofio und Kartoffeln bestimmten den Speisezettel. Und trotzdem entwickelten sich ausgerechnet zwei der einstigen Monokulturen zum Inbegriff der palmerischen Küche: der Rohrzucker und der Wein.
Die Palmeros sind von ihrer Geschichte her Schleckmäuler, was nicht zu erstaunen vermag, wenn man bedenkt, dass Zucker die erste für die Ausfuhr bestimmte Monokultur der Insel war. Flämische, portugiesische und andalusische Siedler hatten das Zuckerrohr Anfang des 16.Jahrhunderts auf La Palma eingeführt. Gleichzeitig wurden auch die ersten Reben angebaut, deren Saft, als der Zuckermarkt zusammenbrach, dier europäischen Fürstenhöfe im Sturm eroberte und Weltruhm erlangte. Shakespeare, Walter Scott, Lord Byron und Robert Stevenson verliehen den berühmten palmerischen Weinen in ihren Werken Unsterblichkeit.
Doch trotz des wirtschaflichen Glanzes, den Wein-und Zuckerausfuhr brachten, war die alltägliche Wirklichkeit der Inselbewohner eine andere. Anfang des 19.Jahrhunderts beschrieb Antonio Lemos Smalley die Sitten und Gebräche der Dorfbewohner der Insel La Palma folgendermassen : "Ihre Nahrungsmittel sind nahrhafter gofio, Fisch und an einigen Tagen Fleisch; die Armen essen ein Brot, das sie mit Mehl aus Farnwurzeln herstellen, welche sie ausgraben, kleinschneiden, trocknen und mahlen, und gewöhnlich mit Weizenkleie vermischt zu schwarzen und zähen Broten backen, die jedoch gut schmecken; und die ganz Armen fügen diesem Mehl nichts bei und essen ihr Brot, das sie bollo estreme nennen, normalerweise mit mojo aus viel Paprika oder irgendeinem anderen conduto, welches gewöhnlich getrockneter Fisch, Trockenfrüchte etc. ist." Die Maxime der spanischen Küche: "Der Süden bäckt, das Zentrum brät, und der Norden schmort", bewahrheitet sich auch auf dieser Insel mit ihren vielen verschiedenen Klimas, auf dieser Insel der Ein- und Auswanderer. La Palma war schon immer, und ist es immer noch, offen für die Sitten und Gebräuche der Siedler und Emigranten, die sich im Laufe der Jahrhunderte auf der Insel niedergelassen haben oder hierher zurückgekehrt sind. Süssspeisen, Liköre, Obst, Trockenfrüchte, Fleisch und Fisch gefielen Bauern und Nobelleuten. Noch heute darf auf dem Familientisch an den grossen Tagen (Hochzeiten, Taufen, Kommunionen, Heiligen- und gebotenen Feiertagen) der wunderschön dekorierte Obstkuchen auf dem handgestickten Tischtuch nicht fehlen.
Mit der "Caldera de Taburiente" erreicht die Geografie La Palmas einzigartige Ausmasse. Sie wurde 1954 zum Nationalpark erklärt. Ihre wissenschaftliche Bedeutung und ihre unwegsamen Landschaften locken Jahr für Jahr zahlreiche Besucher nach La Palma, vor allem, um dieses gigantische Naturdenkmal zu bewundern.Mit einem Umfang von 28 km, max. 10 km Durchmesser und einer Tiefe von 1500m gilt sie als einer der grössten Krater auf der Welt. In ihrem Inneren tront der Felsen IDAFE, der "Altar", auf dem die prähispanischen Einwohner der Insel ihren Gott ABORA verehrten, das Ganze, wie ein grandioses Amphitheater umgeben von Bergen, deren Gipfel häufig schneebedeckt sind. Der höchste ist mit 2426 m der Roque de los Muchachos, Standort der wichtigsten Sternwarte der gesamten nördlichen Hemisphäre. Andere wichtige Gipfel sind: Pico del Cedro (2247 m), Pico de la Nieve (2239 m), Somada Alta (1926 m.) und Pico Bejenado (1854 m).Sie ist Heimat einer reichen Flora, insbesondere von Farnen und mächtigen Kiefern. Die Fauna zeigt sich vor allem durch die verschiedenen Vogelarten. Über Felsen führen mehrere Bäche ihr kristallklares Wasser hinunter nach "Dos Aguas", wo es für seine Nutzung als Trink- und Bewässerungswasser kanalisiert wird.Beachten Sie bitte, dass der Besuch des Inneren der Caldera de Taburiente nur zu Fuss möglich ist. Das Übernachten in der Caldera de Taburiente ist nur auf dem Zeltplatz und nur nach vorheriger Genehmigung durch das Besucherzentrum des Nationalparks gestattet.
DIE ENTSTEHUNG DER CALDERA DE TABURIENTE
Geologische Studien haben übereinstimmend ergeben, dass eine Reihe von Vulkanausbrüchen, zunächst auf dem Meeresboden und später auch auf der bereits bestehenden Insel, gewaltige Mengen an Material auf bis zu 3000m ü.d.M. herausgehoben.
Wassererosion hat im Verlauf geologischer Zeiträume diesen gewaltigen Hohlraum ausgewaschen, diesen riesigen Kessel geschaffen, wie wir ihn heute vor uns sehen.
FLORA UND FAUNA
Die kanarische Kiefer (Pinus canariensis) beherrscht die Vegetation der Caldera. Ausserdem finden wir Farne, kanarischen Drüsengister (Adenocarpus viscosus), Zedern (juniperus cedros) und das La Palma-Veilchen (Viola palmensis), Baumheide, den Gagelbaum (Faya) und den Geissklee (Tagasaste), den Harzklee (Tedera), Teline (Gacia), verschiedene Dickblattgewächse (Bejeques) und Cistrosen (Amagantes).
Die Fauna ist im Vergleich dazu eher artenarm. Typische Brutvögel sind der Turmfalke, die palmerische Alpenkrähe (Graja) ,die Amsel (Mirlo) oder der palmermische Buchfink (Pinzón).
DAS CALDERA DE TABURIENTE NATIONALPARK BESUCHERZENTRUM
Der Nationalpark stellt ein modernes Besucherzentrum zur Verfügung. Hier erhalten Sie die Erlaubnis zum Zelten, Informationen, Führer, Karten und weiteres Informationsmaterial.
Es gibt auch Räume für Ausstellungen, Filmvorführen, eine Video - und Bibliothek.
ADRESSE
Parque Nacional de la Caldera de Taburiente
Centro de Visitantes
Ctra, General de Padrón, nº 47
38750.- El Paso
Telefon: 922 49 72 77 * Fax: 922 49 70 81
E-mail: caldera@mma.es
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